Wer sind wir?

 

Wir sind Schwarz, weiß, of color, mit und ohne eigene Migrationserfahrung. Wir sind queer, hetero, lesbisch, trans*, cis. Wir verstehen uns als feministisches, rassismuskritisches Theaterkollektiv und sind in verschiedensten Theater-/Performancebereichen ausgebildet und aktiv: von Clownerie und szenischem Schreiben über Theaterpädagogik, Dramatherapie, Regie, Schauspiel bis hin zu Cabaret, Masken- und Straßentheater.
Unsere unterschiedlichen Lebensrealitäten machen unsere Zugänge zur Theaterarbeit sehr vielfältig und werden auch auf der Bühne sichtbar.

Wir machen Empowermenttheater. Was heißt das?

Wir verstehen Theater als Medium, um soziopolitische Fragen und Stimmungen auszuhandeln und zu hinterfragen. Wir begreifen es als einen Raum, in dem wir mit unseren Körpern, Stimmen, Erfahrungen und Perspektiven experimentieren, neue Ästhetiken schaffen und mit der Welt und Gesellschaft, die uns umgibt, umzugehen versuchen.

Wir denken, dass wir über den gemeinsamen Arbeitsprozess in der Tradition von antirassistischen und feministischen Freiheitsbewegungen einen Raum der Selbstermächtigung eröffnen. Zu Zeiten von antifeministischen Rückschlägen und neu aufkeimenden nationalistischen Tendenzen ist ein Feminismus, der sich gegen Rassismus positioniert und solidarisch ist, so wichtig wie eh und je. Es geht uns darum, über unsere Gemeinsamkeiten hinaus Widersprüche auszuhalten und Solidarität immer wieder neu zu (er)lernen. Im biographischen Arbeiten sehen wir das Potential mit Hilfe der eigenen Geschichten größere Zusammenhänge sichtbar zu machen und gleichzeitig das Publikum in ihrer alltäglichen Erfahrungswelt abzuholen. Wir arbeiten an einem utopischen Prozess der Verständigung.

Indem wir mit verschiedenen gesellschaftlichen Positionierungen nicht nur unsere Einigkeit performen, sondern auch die Verzweiflung, das Chaotische und den Streit zelebrieren, erheben wir gemeinsam unsere Stimmen auf dem Weg der unendlichen Aushandlungsprozesse.

Wie arbeiten wir?

Als Theaterkollektiv arbeiten wir mit verschiedenen Methoden. Unsere Vorgehensweisen sind grundsätzlich kollektiv: Alle reden mit. Alle entscheiden gemeinsam. Wir teilen unser Wissen und Können, unsere Erfahrungen, und Ansätze. Wir nehmen uns einzeln Themenkomplexe, Zwickmühlen und Fangfragen vor, die wir in intensiven Probephasen erörtern,. Dazu gehören externe theatermethodische Workshops genauso, wie theoretischer Input, Recherche und Austausch mit Expert*innen, lange Diskussionen und gegenseitiges Anleiten in unterschiedlichen Arbeitsmodulen.

Unser Ziel ist es als Theaterkollektiv beweglich zu bleiben und offen für Kritik, Veränderungen und sich wandelnde Konstellationen der Spieler*innen. Unsere Aufführungen wollen wir mit Publikumsdiskussionen und offenen Workshopangeboten verbinden und unsere Arbeitsweise für andere zugänglich machen. Wir möchten Menschen die Möglichkeit geben in Kontakt zu kommen, sich zu streiten, zu hinterfragen, Bündnisse zu kreieren und sich gegenseitig zu inspirieren.

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