Die Supersternchen

 

Carina Sperk (*1987 in Zeulenroda, Thüringen)
ist Performerin und Sängerin. 2012 schloss sie ihr Diplom in Psychologie an der TU Dresden ab, widmete sich aber nicht erst seitdem der Erforschung des theatralen Raumes. Was während des Studiums noch als Improtheater begann, vertiefte sich bald durch die vielfältige Arbeit an der Figur des Clowns (Lila Monti, Argentinien; Jesus Jara, Barcelona). 2014 wurde sie Schülerin an der Internationalen Schule für physisches Theater “Berty Tovias” in Barcelona und war dort sowohl in der freien Szene als auch im Straßentheater aktiv. Seit Mai 2017 lebt sie nun in Berlin und ist als Schauspielerin, Workshopleiterin und Sozialarbeiterin tätig. Seit 2013 ist sie Mitglied der freien Theaterkollektivs goFigure und spielte u.a. in den Produktionen ANNE BONNIES IRRFAHRT und der Soloarbeit SCHÖNER CLEANING FEUDEL COLLAPSE am LOFFT Theater Leipzig. Ihre aktuelle künstlerische Suche bewegt sich zwischen feministischer Performance und clownesker Komik, Maskenritual und Popkultur und versucht zwischen traditionellen und zeitgenössischen Formen eine roten Faden zu finden. Im Oktober 2017 hat sie eine Ausbildung als Theatertherapeutin begonnen (Institut für Theatertherapie in Berlin, ITT) und beschäftigt sich verstärkt mit den Themen Körper und Trauma in der “zivilisierten Welt” , Trance und Ritual.

G Carta (*1990 in Padova, Italien)
2010-2012 szenisches Schreiben am Studio Literatur und Theater Tübingen. 2016-2019 Performance Studies am Zentrum für Performance Studies Bremen. Außerdem Langzeitstudent der transnationalen Literaturwissenschaften. Aktuell Ausbildung zum Trainer für politische Bildungsarbeit mit Fokus auf Körper- und theaterpädagogischer Arbeit in Zusammenhang mit Empowerment- bzw. Sensibilisierungsprozessen.
G formt zusammen mit Jul Zureck das freie Kunstkollektiv Lila Pudel Inc. und publiziert und liest außerdem eigene Texte in diversen Kontexten. G organisiert 2019/2020 das queerfeministische, intersektionale Tanztreffen Cuerpos Politicos mit, ein Festival, das die politische Dimension von dissidenten Körpern in und durch Körperarbeit verhandelt.
G’s Performances bedienen sich verschiedener Medien und betrachten den Zusammenhang von Text und Körper sowie Körper und Gesellschaft.
Bei der ständigen Bestrebung, aus Grenzlinien Wohnzimmer zu machen, liegt sein Focus auf Fragen der Widersprüchlichkeit, Uneindeutigkeit, Kollektivität, Subversion und Imagination.

 

Aisha Konaté (*1990, Berlin)
ist Performerin, Stimm- und Bewegungaktivistin. Sie ist im Bereich Antidiskriminierung/Antirassismus/Empowerment unter anderem bei der Initiative Schwarzer Menschen in
Deutschland (ISD) und beim advd (Antidiskriminierungsverband ) aktiv.  Nach ihrem Studium der Empirischen Kulturwissenschaft interessierte sie sich vorallem für die Begegnungen, Widersprüche und Intersektionalitäten von Körpern in ihren politischen Kontexten und dafür wie über die künstlerische, kreative Arbeit mit dem Körper Bündnisse und Solidarität hergestellt werden können. Sie hat verschiedene Veranstaltungen zu Tanztheater, sowie Improvisationstechniken im Bereich Körper/Stimme/Performance besucht und mitgestaltet. So unter anderem im Herbst 2017 den Workshop „Politische Körper- Erotik, Sexualität und Behinderung“ zusammen mit Aktivist*innen aus Barcelona. Im Sommer 2017 und 2018 war sie Mitorganisatorin des queer-feministischen, internationalen Tanztreffens „Cuerpos Politicos“ in Lyon, Frankreich. Das Festival ist eine Plattform für die Begegnung und Aushandlung diverser Körper lichkeiten: Künstler*innen mit und ohne Behinderungen, mit queeren Genderidentitäten, Black/ People of Color. Unter anderem während ihrer zweijährigen Stimmausbildung bei der Bildenden Künstlerin, Performerin und Sängerin Ulrike Helmholtz und über Besuche von Lehrveranstaltungen des Instituts für Sprechwissenschaft in Halle, spezialisierte sie sich auf den Bereich Stimmimprovisation und interessiert sich für die Verschränkung von Bewegung und Stimme. Seit Anfang 2017 beschäftigt sie sich mit Techniken des Butoh – ein zeitgenössischer Tanz der Mitte des letzten Jahrhunderts in Japan entstanden ist. Aisha Konaté ist außerdem Teil des Künstler*innenkollektivs „Marianne kotzt“ und Frontsängerin der gleichnamigen Punk-Improvisations- Band.

Aziza Bouizedkane (*1986, Berlin)
ist Tochter einer Psychologin und eines marokkanischen Zirkusarbeiters. Nach einer bewegten Kindheit und einer noch bewegteren Jugend beendete sie 2013 erfolgreich ihre Ausbildung zur Körper-Schauspielerin und sammelte erste Spielerfahrungen als Ensemble Mitglied des Komischen Theaters in Hofheim. Dort wirkte sie in verschiedenen Varieté-Produktionen mit und produzierte in Eigenregie ein erstes eigenes Kinderstück.
Im Jahr 2014 gründete sie mit ihrem Partner das „Theater Labaaz“ . Seither bespielt und moderiert das moderne Clown-Duo Bühnen und öffentliche Plätze im In-, Um- und Ausland. Ihr erstes abendfüllendes Bühnenstück „Nach Eden“  verwirklichte sie 2016 mit dem im selben Jahr gegründeten Duo „Amlou“ . Erste Regie-Erfahrungen sammelte sie 2016 und 2017, in Zusammenarbeit mit dem Maskentheater „Utecht und Philine“, bei deren Produktionen sie als äußeres Auge wirkte.
In ihren Stücken bewegt sie sich gern zwischen Kindheitsträumen und knallhartem Realismus, erzählt heldenhafte Geschichten des Versagens und träumt vom Mensch*sein.

Stephanie Lehmann (*1990, Leipzig)

ist Zirkusartistin. Ihr künstlerischer Werdegang begann auf einer Reise nach Neuseeland im Winter 2011. 2012 gründete sie mit ihrem Partner, Marc Zeun ein Jonglage Duo „Die Freudenbergs“. Mit diesem Duo haben die beiden über 5 Jahre lang die Welt bereist. Außerdem war sie Teil derZirkusgruppe „The little Circus Tabernak“ in Australien. 2017 machte sie eine Ausbildung zur Zirkuspädagogin in Zirkus Klatschmohn in Halle. Derzeit nimmt sie an einem Intensiv Performance Programm der Leipziger Tanzzentrale teil, in dem sie sich mit moderenen Performances und Tanz auseinander setzt. Seit neustem performt sie mit Porya Rezaimanesh in einer neuen Duozusammensetzung „Camandra“.

Elvira Schlegel (*1989 , Kasachstan)
ist in NRW aufgewachsen, wo sie schon immer gern jonglierte und
turnte,was sie 2009 zum Clownstudium nach Mainz an die Schule für Clowns brachte. Da die Clownerie nah am Schauspiel ist und sie mehr als nur Comedy spielen wollte, besuchte sie 2015 das Atelier für Physisches Theater in Berlin nach Jacque Le Coque. Zurück in Leipzig entwickelte sie ihr erstes Solostück zusammen mit musikalischer Unterstützung: „Der rote Faden ist mit Blut getränkt“. In dem Stück kommen gut die Themen heraus, die sie interessieren: Frau*sein und dabei lustig ohne dass es Klischees erfüllt, groteske und deformierte Körper, absurde Handlungen und Ungerechtigkeiten. Sie gründete eine Spielgemeinschaft die artistisch, performativ und theatral auftritt als „Carjahma der Jahrmarkt“. Elvira spielt im Solo sowie im Ensemble und unterrichtet Clown und Zirkus im Kinder und Jugendzirkus Zirkomania. Sie spielt auf Straßenfesten und Festivals, auf Bühnen und im Varieté.

http://phillipal8.wixsite.com/phillipalacht

Ute Faust
ist Lehrerin für Tanz und Physical Theater, Performerin und Theatermachende. Ihre Ausbildung im Zeitgenössischen Tanz absolvierte sie am „Moving Arts Zentrum“ in Köln sowie am „Dance Space Studio“ und „Movement Research“ in New York. Es schlossen sich Weiterbildungen in „Action Theater“ bei Sten Rudström/Berlin sowie der Meisner-Schauspieltechnik bei Hendrik Martz an. Seit 2015 ist sie in Ausbildung zum Tamalpa Life/Art Practitionier nach Anna und Daria Halprin, eine Form der Expressive Arts Therapie.
Heute unterrichtet sie Zeitgenössischen Tanz, Physical Theater und Tamalpa Life/Art in Mainz. Seit 2004 leitet sie die Dance Company des AHS der Universität Mainz und erarbeitete seitdem mit Laiengruppen zahlreiche Bühnenstücke. 2007/2008 hatte sie einen Lehrauftrag für „Tanz- und Bewegungstheater“ an der Universität Mainz. Seit 2011 ist sie als Dozentin in Weiterbildungen für Tanz- und Bewegungspädagogen tätig, sowie als Gastdozentin an der Schauspielschule Mainz und der Clownschule Hofheim. Sie arbeitet in Jugendprojekten im Rahmen von „Künste öffnen Welten“, „Chance Tanz/ Kultur macht stark“, GenerationK und der Jugendförderung der BASF Ludwigshafen.

http://www.utefaust.de/

 

 

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